Fulda-Brücke Bad Hersfeld: erstes Brückenteil eingehoben

Von einem mobilen Großkran mit einer Tragkraft von 200 Tonnen wurde das erste zwölf Tonnen schwere Bauteil für die neue S-förmige Fulda-Brücke in Bad Hersfeld eingehoben.

Präzise Vorarbeit und viel Fingerspitzengefühl sind bei der Montage des ersten Brückenteils gefragt

Von einem mobilen Großkran mit einer Tragkraft von 300 Tonnen wurde das erste 26 Tonnen schwere Bauteil für die neue S-förmige Fulda-Brücke in Bad Hersfeld eingehoben. Mit dem Einhub der vor Ort verschweißten ersten beiden Segmente sind die Bauarbeiten nun deutlich sichtbar vorangeschritten.

Stephan Rau, Verantwortlicher für das Projekt bei der Thüringer Einheit Hallen- und Stahlbau der Vollack Gruppe: „Mit dieser weiteren Brücke können wir erneut unsere Kompetenz in Konstruktion, Fertigung, Lieferung und Montage solch anspruchsvoller Stahlkonstruktionen unter Beweis stellen.“

Die 81 Meter lange und drei Meter breite, barrierefreie Brücke wird sich nach ihrer Fertigstellung nahe dem Stadion an der Oberau über die Fulda schlängeln. Somit ist das Naherholungsgebiet Fuldaaue für Radfahrer, Touristen, Wanderer sowie Rollstuhlfahrer künftig besser erreichbar.

Der Brückenüberbau wird durch Schrägseile getragen, die über einen Pylon in die Fundamente abgespannt werden. Er wirkt durch die geschwungene Form filigran, obwohl alleine das Stahlgewicht der Brücke 110 Tonnen beträgt.

In den nächsten Wochen werden weitere Brückenteile verschweißt und dann montiert. Zuletzt folgt der spannendste Teil: Das Mittelteil wird eingehoben: die sogenannte „Brückenhochzeit“. Das Projekt, das in einer Arbeitsgemeinschaft mit Bickhardt Bau realisiert wird, ist ein sogenanntes Hessentagsprojekt und wird mit einem Zuschuss gefördert. Baubeginn war im November 2020, die Fertigstellung ist für Herbst 2021 geplant.