BIM-Bauherrenkongress: Digitalisierung in der Bauwirtschaft

Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-
Württemberg, bei ihrem Vortrag

Die buildingSMART Gruppen Oberrhein und Stuttgart richteten zusammen mit der IHK Karlsruhe und der Akademie der Ingenieure aus Ostfildern, der Vollack Gruppe und ALLPLAN den Bauherrenkongress 2019 am 4. Juli 2019 im IHK Haus der Wirtschaft aus. Unter dem Motto „Digital Planen, Bauen und Betreiben“ wurden Herausforderungen und Lösungsansätze von BIM für Bauherren diskutiert. Moderiert wurde der Kongress mit mehr als 150 Teilnehmern aus dem ganzen Bundesgebiet von Klaus Teizer, Führung Technik + Innovation Vollack Gruppe, der feststellte: „Es ist nicht die Frage, ob BIM kommt, sondern wie BIM kommt.“

Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, war sich mit Dr. Guido Glania, Hauptgeschäftsführer der IHK Karlsruhe, darin einig, dass BIM nicht den großen Unternehmen vorbehalten bleiben darf. „Wir müssen das digitale Bauen in der Fläche des Landes voranbringen und dafür sorgen, dass die kleinen und mittleren Unternehmen durch Digitalisierung nicht abgehängt werden.“

Rasso Steinmann, Professor für angewandte Bauinformatik und Vorstandsvorsitzender von buildingSMART e.V. sowie Schirmherr des Bauherrenkongresses, stellte fest: „BIM bietet Bauherren der Mehrwert aus einer Durchgängigkeit der Prozesse und Verfügbarkeit vollumfänglicher Daten im Gebäudelebenszyklus von der Planung bis zum späteren Facility Management.“

Die Redner, allesamt ausgewiesene BIM-Experten, stellten anhand konkreter Praxisbeispiele aus dem Hoch- und Tiefbau sowie dem Infrastrukturbau spannende Einblicke und Trends vor, wie BIM aus Bauherrensicht nutzbar ist und welche Anforderungen damit einher gehen. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutierten die Referenten die zuvor gezeigten Möglichkeiten und Potenziale von BIM für Bauherren.