Brückeneinhub in Traunstein

Präzisionsarbeit war beim Einheben des 39 Tonnen schweren Brückenteils gefragt

Präzisionsarbeit: Die ersten Segmente der zukünftigen Fußgängerbrücke im Traunsteiner Ortsteil Hallabruck wurden auf die zuvor montierten Stützen eingehoben. Vorausschauend war der Einhub für einen Sonntag geplant worden, denn aus Sicherheitsgründen und wegen des enormen Platzbedarfs für den 500-Tonnen-Mobilkran wurde die Bundesstraße im Baustellenbereich zeitweise gesperrt. Jörg Pauli, Projektmanager bei Vollack Hallen- und Stahlbau, zeigte sich begeistert: „Unseren Zeitplan konnten wir auf die Minute genau einhalten. Um 10.00 Uhr haben wir mit dem Einhub begonnen, um 11.37 Uhr war die Aktion abgeschlossen.“

Die 72 Meter lange, drei Meter breite und viereinhalb Meter hohe Fußgänger- und Radwegbrücke überspannt an der Kreuzung Salzburger Straße und Heilig-Geist-Steg die B 304 und entschärft damit künftig den Verkehrsknotenpunkt für Fußgänger und Radfahrer. Auf Seiten des Hallabrucker Bergs werden eine Treppe und ein barrierefreier Weg zur Brücke führen.

Die architektonisch anspruchsvolle Konstruktion wird von Vollack Hallen- und Stahlbau als Rundrohrdreigurt-fachwerk ausgeführt. Die Gehbahn erhält eine Heizung und einen rutschhemmenden Belag, der Handlauf dient durch den Einbau von LED auch als Brückenbeleuchtung. Im Grundriss beschreibt die Brücke einen Viertelkreis und wird von Viergurtfachwerkstützen, mit ähnlichen Konstruktionsprinzipien wie die Brücke selbst, getragen.

Die zweite Hälfte des Stegs soll Anfang August eingehoben werden. Die Fertigstellung und Eröffnung der Brücke ist noch für diesen Sommer geplant.