Löffelhardt wächst auf ehemaligem Bauknecht-Gelände

Beim Spatenstich, von links: Dietrich Rommel (ehemaliger Geschäftsführer Löffelhardt), Rainer Rommel und Sabine Bachmann (Geschäftsführer Löffelhardt), Schorndorfs Oberbürgermeister Matthias Klopfer und Dirk Baumbach (Partner Vollack Karlsruhe)

Beim Spatenstich, von links: Dietrich Rommel (ehemaliger Geschäftsführer Löffelhardt), Rainer Rommel und Sabine Bachmann (Geschäftsführer Löffelhardt), Schorndorfs Oberbürgermeister Matthias Klopfer und Dirk Baumbach (Partner Vollack Karlsruhe)

An alte Bauknecht-Zeiten erinnert mittlerweile nur noch der ehemalige Block Zwei, mit dessen Umbau zum zukünftigen Verwaltungs- und Vertriebsgebäude des Elektronik-Großhändlers Löffelhardt bereits begonnen wurde. Nun fand der Spatenstich für die neue Firmenzentrale statt. Ende des Jahres 2018 soll der neue Standort fertiggestellt sein. In den vergangenen Wochen war Halle Eins des Bauknecht-Areals abgerissen worden, ebenso das weithin sichtbare Hochhaus. An dessen Stelle entsteht das neue, 27 Meter hohe Hochregallager für das mehr als 33.000 Komponenten umfassende Sortiment des Handelsunternehmens.

Es sei wohl eine der größten Veränderungen für die Firma in ihrer Zeit als Geschäftsführerin, sagte Sabine Bachmann, die gemeinsam mit ihrem Bruder Rainer Rommel in vierter Generation das Unternehmen leitet. Enorm ist vor allem die Ausweitung der Fläche: Löffelhardt wird sich von bisher 15.000 Quadratmeter um ein Mehrfaches vergrößern. „Wir hatten so viele Ideen, die wir in Fellbach nicht mehr verwirklichen konnten“, sagte Geschäftsführer Rainer Rommel. Das familiengeführte Unternehmen hat sich laut dem früheren Geschäftsführer Dietrich Rommel durch den Kauf des Areals die Möglichkeit geschaffen, die Zahl der Mitarbeiter auf bis zu 400 zu erhöhen. Auf dem Gelände wird es zudem ein Schulungszentrum geben, das Löffelhardt auch zur Kundenbindung nutzt. Ein Teil der neuen Flächen soll anfangs vermietet werden.

Nachhaltigkeit war bei der Planung des Umbaus der wichtigste Aspekt. Die früheren Bauknecht-Hallen Zwei und Drei werden nicht abgerissen, sondern kernsaniert. Das Projekt soll die höchsten KfW-Standards für Neubau und Sanierung erreichen, unter anderen wird auf dem Dach der Halle auf 4.000 Quadratmetern eine Photovoltaikanlage installiert, die so viel Strom erzeugt, dass sich das Unternehmen weitestgehend aus eigenen Ressourcen versorgen kann.