04.10.2024
Vollack erhält Auszeichnung beim BIM-Preis Bayern 2024
Die Digitalisierung eröffnet auch in Planung und Bauausführung neue Möglichkeiten für effizientere Prozesse und eine verbesserte Zusammenarbeit aller Beteiligten. Mit Building Information Modeling (BIM) hat sich dabei eine Methode etabliert, die alle relevanten Projektinformationen digital zusammenführt und die Zusammenarbeit aller Beteiligten unterstützt.
Das BIM-Cluster Bayern hat sich zum Ziel gesetzt, die Digitalisierungsoffensive zu stärken und vergibt deshalb jährlich den BIM-Preis Bayern unter der Schirmherrschaft von Staatsminister Christian Bernreiter. Vollack hat sich mit dem Electronics Competence Center am Unternehmenssitz von Scheugenpflug, Teil der Atlas Copco Gruppe, in Neustadt an der Donau beworben und wurde in der Kategorie „Übergreifende Verwendung von BIM-Modellen“ mit dem Sonderpreis „Ländlicher Raum“ ausgezeichnet.

Strahlende Gesichter, v.l.: Klaus Teizer, Geschäftsführer Vollack Gruppe und Vorstand buildingSMART Deutschland, Cornelius Preidel, Professor for Construction Informatics and Digital Design an der Hochschule München und Vorstandsvorsitzender Building Smart Deutschland, Jakob Przybylo , Landessprecher Building Smart Regionalgruppen Bayern, Timo Häcker, Architekt , und Florian Keim, Innovation + Digitalisierung, beide Vollack Karlsruhe
Das Projekt verbindet digitale Planungsmethoden mit einem konsequent nachhaltigen Gebäudekonzept. Dabei greifen BIM und Lean Design & Construction eng ineinander und schaffen die Grundlage für eine transparente, effiziente Projektabwicklung. Der im KfW-40-Standard geplante Neubau besteht aus drei zusammenhängenden Baukörpern, die direkt an ein vorhandenes Firmengebäude anschließen. Zu seinen Besonderheiten zählen die Heizwärmeversorgung mittels Luft-Wasser-Wärmepumpen sowie eine mehr als 1.000 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage. Entsprechende Paneele sind in die Fassade integriert, finden sich aber auch auf den Dachflächen von Gebäude und Carport.
Bereits in den frühen Entwurfs- und Planungsphasen wurde das 3D-Gebäudemodell im IFC-Format über eine CDE-Cloud mit den beteiligten Fachplanungsbüros geteilt. Auf dieser Grundlage entstanden die jeweiligen Fachmodelle, wodurch die Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten digital unterstützt wurde. Besonderes Augenmerk lag zudem auf der modellbasierten Ökobilanzierung: Mithilfe von BIM-Daten sowie dem Ökobilanzierungstool eLCA wurden die Nachhaltigkeitsaspekte des Gebäudes systematisch bewertet und dokumentiert.