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Klimaneutrale Gebäude: 
Rückgewinnung der Prozessenergie ist Schlüssel zum Erfolg

Spätestens 2045 soll Deutschland klimaneutral sein. Für Industrie- und Gewerbegebäude bedeutet das: Energieeffizienz ganzheitlich denken. Neben Gebäudehülle, Anlagentechnik und eigener Stromerzeugung rückt dabei ein Faktor zunehmend in den Fokus, der in der Praxis häufig noch unterschätzt wird: die Prozessenergie. Produktionsanlagen, Rechenzentren und weitere technische Einrichtungen benötigen erhebliche Energiemengen. Gleichzeitig bieten sie Potenziale für die Rückgewinnung und Nutzung von Energie. Wer den Weg zu einem energieoptimierten Industrie- oder Gewerbestandort gestalten möchte, sollte deshalb Gebäude- und Prozessenergie gemeinsam betrachten. Erst ihr Zusammenspiel eröffnet die Möglichkeit, vorhandene Potenziale umfassend zu nutzen.

Hitzerekorde, langanhaltende Trockenperioden und extreme Wetterereignisse rücken die Diskussion um den Umgang mit Energie und Ressourcen zunehmend in den Fokus. Gleichzeitig verschärfen viele Staaten ihre Vorgaben zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen. In Deutschland ist das Ziel formuliert, bis 2045 Treibhausgasneutralität zu erreichen. Bereits bis 2030 sollen die Emissionen im Vergleich zu 1990 deutlich sinken.

Für die Bau- und Immobilienwirtschaft ergeben sich daraus weitreichende Anforderungen. Schließlich werden Gebäude für Nutzungszeiträume von mehreren Jahrzehnten geplant und errichtet. Entscheidungen, die heute getroffen werden, beeinflussen damit langfristig den Energiebedarf und die Betriebsphase eines Gebäudes. Vor diesem Hintergrund gewinnen ganzheitliche Konzepte an Bedeutung, die Gebäudeenergie, Prozessenergie und Energieversorgung gemeinsam betrachten.

Ambitionierte Energieziele erfordern dabei mehr als die Einhaltung gesetzlicher Mindeststandards. Gefragt sind Lösungen, die eine energieoptimierte Gebäudeplanung, die Nutzung regenerativer Energiequellen sowie die Rückgewinnung und Nutzung von Prozessenergie sinnvoll miteinander verbinden.

Prozessenergie: Ein oft unterschätzter Hebel

Energieeffiziente Gebäudehüllen, moderne Gebäudetechnik und die Nutzung regenerativer Energiequellen bilden wichtige Bausteine zukunftsorientierter Industrie- und Gewerbestandorte. Doch ein entscheidender Faktor wird häufig übersehen: die Prozessenergie. Dabei bieten Produktionsanlagen, Rechenzentren und technische Einrichtungen oftmals erhebliche Potenziale für die Rückgewinnung und Nutzung von Energie.

Analysen zeigen, dass die Prozessenergie einen wesentlichen Einfluss auf die energetische Gesamtbilanz industrieller Standorte haben kann. Wer Industrie- und Gewerbegebäude ganzheitlich betrachtet, sollte deshalb nicht nur die Gebäudeenergie, sondern auch die Prozessenergie konsequent in die Planung einbeziehen.

„Schwarzes Loch“ Prozessenergie

Doch was ist unter Prozessenergie konkret zu verstehen? Sie umfasst alle Energieverbräuche, die aus Geschäfts- und Fertigungsprozessen innerhalb eines Unternehmens entstehen. Dazu gehören Produktionsanlagen, Rechenzentren und die hauseigene IT. Obwohl diese Bereiche häufig einen erheblichen Energiebedarf aufweisen, stehen sie bei der Planung und Optimierung von Industrie- und Gewerbegebäuden bislang oft weniger im Fokus als die Gebäudeenergie.

Dabei lohnt sich ein genauer Blick: Die Prozessenergie kann einen wesentlichen Einfluss auf die energetische Gesamtbetrachtung eines Standorts haben. Gleichzeitig wird sie weder im Gebäudeenergiegesetz noch in gängigen Gebäudezertifizierungen umfassend berücksichtigt. Wer Gebäude- und Prozessenergie gemeinsam betrachtet, kann zusätzliche Potenziale für einen energieoptimierten Betrieb erschließen und Betriebskosten langfristig im Blick behalten.

Klimaneutrale Gebäude erfordern ganzheitliche Konzepte. Dazu gehört auch die konsequente Betrachtung der Prozessenergie.
 

Klimaneutrale Gebäude ganzheitlich denken

Ob Revitalisierung oder Neubau: Der Weg zu klimaneutralen Gebäuden beginnt mit einem ganzheitlichen Energiekonzept. Neben der Gebäudeenergie rücken dabei zunehmend die Geschäfts- und Fertigungsprozesse in den Fokus. Gerade bei Industrie- und Gewerbestandorten beeinflusst ihr Energiebedarf die Gesamtbetrachtung wesentlich.

Entscheidend ist deshalb der Blick auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes. Von der Planung über den Betrieb bis hin zu späteren Anpassungen sollten Gebäudeenergie, Prozessenergie und betriebliche Anforderungen gemeinsam betrachtet werden. Auf diese Weise lassen sich Potenziale frühzeitig erkennen und unterschiedliche Systeme sinnvoll aufeinander abstimmen.

Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen. Insbesondere bei der Analyse und Optimierung der Prozessenergie entstehen die besten Lösungen dort, wo Planungs-, Technik- und Produktionskompetenz zusammenwirken.

 

Präzise Bedarfsplanung schafft die Grundlage

Jedes Industrie- und Gewerbegebäude stellt eigene Anforderungen an Baukonstruktion, Energieversorgung und Betrieb. Deshalb lohnt sich zu Beginn eines Projekts der genaue Blick auf alle relevanten Faktoren: Wie groß ist der tatsächliche Flächenbedarf? Wo wird Energie benötigt? Welche Rolle spielen Produktionsprozesse und technische Anlagen?

Die Antworten auf diese Fragen liefert eine detaillierte Bedarfs- und Prozessanalyse. Sie bildet die Grundlage für Energiekonzepte, die Gebäude- und Prozessenergie gemeinsam betrachten und voneinander profitieren lassen. Je früher diese Zusammenhänge in die Planung einfließen, desto besser lassen sich Potenziale erkennen und in ein schlüssiges Gesamtkonzept übersetzen.

Mit innovativen Energiekonzepten ganzheitlich planen

Innovative Energiekonzepte eröffnen neue Möglichkeiten für Industrie- und Gewerbestandorte. Durch die intelligente Verknüpfung von energieoptimierten Gebäuden, eigener Stromerzeugung und der Nutzung von Prozessenergie entstehen Lösungen, die unterschiedliche Energiequellen und Verbraucher innerhalb eines Standorts zusammenführen.

Photovoltaikanlagen, Wärmepumpentechnologie, Pufferspeicher und Erdkollektoren können dabei ebenso zum Einsatz kommen wie die Nutzung vorhandener Abwärme oder Kälte aus Produktionsprozessen. Ergänzt um digitale Gebäudeplattformen und ein intelligentes Energiemanagement entsteht ein Gesamtsystem, das Energieflüsse transparent macht und die Grundlage für einen wirtschaftlichen und energieoptimierten Betrieb schafft.

Fazit: Ganzheitliche Energiekonzepte gewinnen an Bedeutung

Die Anforderungen an Industrie- und Gewerbegebäude verändern sich. Neben einer energieoptimierten Gebäudeplanung gewinnen die Betrachtung von Prozessenergie und die intelligente Vernetzung unterschiedlicher Energiesysteme zunehmend an Bedeutung. Wer diese Aspekte frühzeitig zusammenführt, kann zusätzliche Potenziale erschließen und den Energiebedarf eines Standorts ganzheitlich betrachten.

Photovoltaik, Wärmepumpentechnologie, Prozessenergierückgewinnung und digitale Energiemanagementsysteme zeigen dabei, welche Möglichkeiten bereits heute zur Verfügung stehen. Die Herausforderung besteht darin, diese Bausteine zu einem schlüssigen Gesamtkonzept zu verbinden.

Genau hier setzt Vollack an: Mit interdisziplinärer Planung und umfassender Erfahrung in der Generalplanung und Bauausführung begleiten wir unsere Kundinnen und Kunden bei der Entwicklung energieoptimierter Industrie- und Gewerbestandorte. So entstehen Gebäude- und Energiekonzepte, die betriebliche Anforderungen und langfristige Entwicklungsziele gleichermaßen berücksichtigen. 

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